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  • Das Ampertal in den buntesten Farben

    Biodiversität im Rahmen Interkommunaler Zusammenarbeit und Regionalentwicklung

    • 04.11.2019
    • Oberbayern
„Interkommunale Zusammenarbeit und Regionalentwicklung“ - unter diesem Motto empfing der ILE Kulturraum Ampertal seine Gäste aus dem Vinschgau vergangenes Wochenende. Zum Programm zählten unter anderem Maßnahmen zum dezentralen Hochwasserschutz, Möglichkeiten der Ortsrandbegrünung durch Streuobstwiesen und öko­lo­gisch nach­hal­tiges Wirt­schaften auf dem Biobetrieb Gut Eichethof.

Elf Südtiroler Kommunalpolitiker waren der Einladung gefolgt und machten sich, immer in Begleitung ihrer ansässigen Kollegen, auf, die Region kennenzulernen. Basiswissen über das ILE Förderprogramm vermittelten Rupert Popp, Konrad Springer und Guido Romor vom Amt für ländliche Entwicklung während des Rundganges über die Neue Ortsmitte Allershausen, das gemeinsame Abendessen bei bayrischen Schmankerln diente der Kontaktauffrischung und dem Kennenlernen.
Rindermagen und Biogasanlage- die Gemeinsamkeiten erläuterte bildlich und engagiert Landwirtschaftsmeister Steber im Gut Eichethof in Hohenkammer. Natürliche Kreisläufe, Biodiversität und das neue Förderprogramm Ökomodell- Region waren genauso Themen wie die Versorgung des Schlosses mit Energie und Bio- Lebensmittel. Und diese sorgten anschließend für kulinarischen Gaumengenuss im Restaurant des Tagungszentrums.
Ökologische Ortsrandeinfassungen mit Streuobst, angelegt durch den Landschaftspflegeverband erwiesen sich für die Apfelerfahrenen Vinschgauer ebenso spannend wie die Sicherstellung der Nahversorgung durch den Dorfladen in Paunzhausen. Beides sind auch für die Südtiroler Teilnehmer aktuelle Handlungsfelder in ihren Regionalprogrammen.
Herbstlich, in leuchtenden Farben empfing Hirschbach. Hier konnte ein umfangreiches Programm für dezentralen Hochwasserschutz und Biodiversität umgesetzt werden. Durch vielfältige Saatgutmischungen entstanden artenreiche Wiesen, die noch extensiv landwirtschaftlich genutzt werden können. Dazu gelang es, Altbaumbestände - darunter eine landschaftsbildprägende Eiche - zu erhalten und Rückhaltebecken sowie Dämme an das Gelände anzupassen. Die am Waldrand gelegenen Wasserrückhaltebecken und weitere, nicht bauliche Maßnahmen zum Hochwasserschutz erläuterte Altbürgermeister Springer im Glanz des bunten gefärbten Mischwaldes.
Oberbürgermeister Tobias Eschenbacher empfing mit Bier und Sekt im beeindruckenden Sitzungssaal des Freisinger Rathaus und freute sich sichtlich über den Austausch mit den Gästen.
Zum Pflichtprogramm der vom Wein geprägten Südtiroler gehört selbstverständlich die Besichtigung eines Hopfenbetriebes. Auf Einladung durch Herrn Stanglmair aus Reichertshausen kletterte die Gruppe gemeinsam auf den Trocknungsturm und zeigte sich beeindruckt durch den überragenden Blick auf das tertiäre Hügelland.
Beim abschließenden Mittagessen im Kellergewölbe der Schlossbrauerei Au wurden neben Kontaktdaten auch Einladungen ausgetauscht. Der Pflege des kulturellen Austausches zwischen dem Kulturraum Ampertal und der Bezirksgemeinschaft Vinschgau steht demnach auch in Zukunft nichts im Wege.