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  • Flächentausch gelungen: gut für Landwirtschaft und den Biber

    Wie ein freiwilliger Landtausch für alle Beteiligten zum Erfolg führt

    • 20.03.2019
    • Unterfranken
Da der Biber nicht immer konfliktfrei seinen Lebensraum gestaltet, aber immer wichtiger werdende Aufgaben wie Wasserrückhalt und Schaffung von artenreichen Biotopen übernimmt, führt der Bund Naturschutz (BN) über die Sinnallianz seit Jahrzehnten Flächentausch durch. In einem zweijährigen Tauschverfahren mit Hilfe des Amtes für Ländliche Entwicklung Unterfranken kamen Wiesenflächen Ende 2018 in den Besitz des BN.

Nutzungskonflikt zwischen Landwirtschaft und Naturschutz
Der Biber liebt gewässerreiche Landschaften und naturnahe Flussabschnitte. An dem gewundenen Lauf der Sinn hat das unter Naturschutz lebende Tier die idealen Lebensbedingungen gefunden. Der Biber ist hier wieder heimisch geworden.
Gleichzeitig wird die landwirtschaftliche Nutzung dieser Flächen eingeschränkt. Überschwemmte Wiesen, gefällte Uferbäume und unterhöhlte Bodenbereiche erschweren den Landwirten ihre Arbeit bzw. machen eine Nutzung der Wiesen unmöglich.

Freiwilliger Landtausch Wildflecken
Durch die vertrauensvolle Zusammenarbeit von Fachbehörden, Bund Naturschutz und den Landwirten konnte eine nachhaltige Lösung für die Zukunft erzielt werden. Naturschutz und Landwirtschaft kommen zu ihrem Recht. Der freiwillige Landtausch hat sich somit als effektives und kostengünstiges Hilfsmittel bewährt.

Zahlen & Fakten:
  • 3 Tauschpartner
  • 21 Flurstücke
  • 3 ha getauschte Fläche