Im Aspach steckt mehr als der Geist des Weines

Ist-Zustand des Aspach in Richtung Oberoberndorf

Ist-Zustand des Aspach in Richtung Oberoberndorf
© Verwaltung für ländliche Entwicklung

Zwischen Kirchschletten und Oberoberndorf fließt auf einer Länge von ca. 700 m der Aspach, ein Gewässer 3. Ordnung. Das Gewässer verläuft parallel zu Wirtschaftswegen und weist insgesamt einen geraden Verlauf auf. An fünf Stellen zwischen den beiden Ortschaften ist der Bach verrohrt. Die Böschungsbereiche sind schmal, steil und homogen. Der Böschungsbewuchs ist überwiegend eutroph. Gehölzbestände in Form von standortheimischen Einzelbäumen sind nur vereinzelt vorhanden. Eingebettet ist das gemäß Gewässerstrukturgüte stark bis deutlich verändert eingestufte Fließgewässer in intensiv genutzte Ackerflächen.
Bereits in den letzten Jahren wurden von der Teilnehmergemeinschaft Kirchschletten II in enger Abstimmung mit der Wasserwirtschaftsverwaltung direkt angrenzend an den Aspach naturnahe Regenrückhaltebecken zur Reduzierung zum Teil hoher Abflüsse ange­legt.

Zeitnah wertet nun die Teilnehmergemeinschaft den Aspach selbst auf einer Fläche von ca. 1,5 ha als Kompensationsmaßnahme ökologisch auf. Hierfür wird der momentan gestreckte Verlauf gewunden bis schwach mäandrierend angelegt. Die Gestaltung des Querprofils erfolgt unterschiedlich asymmetrisch. Eine initial angelegte Tiefenvarianz des Bachbetts führt zur Verbesserung der Strukturgüte. Im Uferbereich ist die Anlage gewässertypischer Gehölzbestände vorgese­hen. Die derzeit ackerbaulich genutzte Aue wird auf ca. 1 ha in einen extensiv genutzten Grünlandbestand umgewandelt. Die Umwandlung erfolgt, indem gebietseigenes Saatgut, sog. Regiosaatgut, angesät wird. Zur Strukturanreicherung werden mehrere, ca. 40 cm tiefe mähbare Mulden angelegt.
Der Spatenstich erfolgt Ende Juni 2019.

16.04.2019

Regierungsbezirk: Oberfranken