Ökologisches Flurneuordnungsverfahren Frankenberg-Mosenberg

Studenten der Universität Bamberg informieren sich über die Ländliche Entwicklung

Studenten der Universität Bamberg informieren sich über die Ländliche Entwicklung

Seit einigen Jahren bietet die Universität Bamberg ihren Lehramtsstudenten für Grund- und Mittelschulen eine Exkursion zur Ländlichen Entwicklung an. Die Dozentin Eva Llewellyn besuchte auch heuer mit ihren Studenten das Verfahren Frankenberg-Mosenberg.
Der Vorsitzende der Teilnehmergemeinschaft Oskar Deglmann stellte vor Ort den allgemeinen Verfahrensablauf, die notwendigen baulichen Maßnahmen und deren Auswirkungen vor. Er erläuterte anhand des Verfahrens Frankenberg-Mosenberg die mit einem Flurneuordnungsverfahren gegebenen Möglichkeiten, die Rahmenbedingungen für die Landwirtschaft einerseits und für die Biodiversität andererseits zu verbessern.

24.07.2019

Regierungsbezirk: Oberfranken

Die Ausgleichsmaßnahmen wurden in enger Absprache mit dem Sachgebiet Landespflege am Amt für Ländliche Entwicklung Oberfranken und der Unteren Naturschutzbehörde (UNB) am Landratsamt Lichtenfels geplant und ausgeführt. Thomas Fischer von der UNB begleitete die Exkursion. Er erläuterte den Studenten zudem an sichtbaren Waldschäden die Auswirkungen des Klimawandels auf die Wälder der Fränkischen Schweiz.
Michael Schütz, einzig verbliebener Vollerwerbslandwirt in den beiden Ortschaften, brachte den Studenten den Boden als Grundlage für die Erzeugung von Nahrungsmitteln näher. Er unterstrich die Bedeutung der Förderung durch den Freistaat Bayern. Fördermittel werden sowohl für den Wegebau als auch für die Maßnahmen zur Landschaftspflege gewährt. Die Förderhöhe von 90 % konnte nur aufgrund der Qualität und des Umfangs der Ausgleichsflächen erreicht werden. So wurden vier Hektar ehemals intensiv bewirtschaftete Ackerflächen bepflanzt und im Heumulchverfahren angesät. Das ökologisch hochwertige Schnittgut wurde dabei von einem extensiv bewirtschafteten Trockenrasen in Frankenberg gewonnen und auf den neuen Landschaftspflegeflächen ausgebracht. Mit der Übertragung der Pflanzensamen der artenreichen „Spenderwiese“ soll die Nahrungsgrundlage der Insekten vergrößert werden.
Zur Demonstration der Insektenvielfalt stellte der Landschaftspflegeverband Bamberg eine Sammlung von 188 in der Fränkischen Schweiz heimischen Bienenarten zur Verfügung. Die Anzahl der Insekten und deren Größe von 3 mm bis zu 2,5 cm beeindruckten nicht nur die Studenten.