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  • Probierbäume im Maindreieck

    • 02.09.2019
    • Unterfranken
Mit dem Projekt "Probierwiesen" der Interkommunalen Allianz Maindreieck soll das Bewusstsein der Bevölkerung für die Bedeutung von Streuobstwiesen mit alten Sorten geschärft werden.
Fast alle zwölf Mitgliedsgemeinden sind mittlerweile dabei und markieren ihre "Probierbäume". Die Bäume tragen eine Banderole mit der Aufschrift "Probierbaum - greifen Sie zu". Jeder darf hier ernten, soviel er mag. Nur für den persönlichen Bedarf, aber das versteht sich von selbst.

Mit dem Projekt soll nicht zuletzt die Bedeutung von Streuobstwiesen für die heimische Flora und Fauna geschärft werden. Circa 5000 Tier- und Pflanzenarten können auf einer Streuobstwiese vorkommen. In Winterhausen hat der Bund Naturschutz die wichtigsten Habitatbäume mit einer Plakette markiert.

Die Bäume befinden sich in der Regel auf Grundstücken der Gemeinden. Zwischenzeitlich sind aber auch Privatleute auf das Projekt aufmerksam geworden und haben Interesse bekundet, ihre Obstbäume zur Verfügung zu stellen. Diese sind sehr willkommen.
Dem Allianzmanagement schwebt nun ein Wanderweg entlang der gut zugänglichen Streuobstwiesen vor.

"Eine Streuobstwiese bringt nur dann Ertrag, wenn sie auch gepflegt wird", betont Bürgermeister Markus Schenk aus Eibelstadt beim Pressetermin in Winterhausen. Damit die Verantwortung nicht allein auf den Schultern der Bauhöfe lastet, wurden über das Allianzmanagement bereits Kontakte geknüpft. Neben dem Bund Naturschutz sollen auch die örtlichen Obst- und Gartenbauvereine, die Main Streuobst Bienen eG in Margetshöchheim und die Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) mit ins Boot geholt werden.
Auch die Realschule Ochsenfurt will sich zum Thema Biodiversität in das Projekt einbringen.